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Freitag der 13. Teil 3 (USA - 1982)

Review von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst , 18.07.08


Cover Gestatten, Fortsetzungswahn. Schon am Ende von „Freitag der 13. Teil 2“ schien die erweiterte Unwill von Sackgesicht Jason Voorhees – der mit dem Beutelornament auf der deformierten Omme – unausweichlich. Für das neuerlich von Steve Miner („Lake Placid“) abgedrehte Sequel wurde der Schlitzer vom Feriencamp am Crystal Lake mit der charakterbildenden Eishockeymaske bestückt, was der Novitäten aber schon wieder die Krone aufsetzt. Ein paar in den frühen Achtzigern innovativ wirkende 3D-Effekte erhöhten noch den Schrecken im Kinosaal, damit hat es sich dann aber auch.

In Deutschland ist der Film bis heute verboten, was Vermutungen zur Gewaltdarstellung nährt, die sich durchs standesgemäße Hauen und Stechen aber in alle Winde zerstreuen. Sicher, es geht ruppig zur Sache, wenn der (fast) traditionellen Wiederholung des Vorgängerfinals die humorlos durchgezogene Ausmerzung der sexgeilen Camper folgt, die sich entgegen jeglicher Warnung im Revier des blutgierigen Platzhirsches einnisten. Die Opfer selbst schrammen nur knapp an der Parodie vorbei, wenn das kiffende Hippie-Pärchen und das Dickerchen mit Selbstwertmangel und diversen Horrormasken – darunter auch jene dem Eishockey-Keeper entliehene – johlend die Klischeeparade anführen.

In Ermangelung des Tempos vergeht der Spaß am billig produzierten Horror mit rasender Geschwindigkeit. Die Zeit dazwischen wird mit Teenagerproblemchen und Dialogen aufgefüllt, die mehr zur peinlich berührten Schamesröte an den Bäckchen denn adäquat vermitteltem Charakterwuchs führen. Zwischendurch müssen Dorfproleten aus der Rüpelkiste Streit mit den Urlaubern suchen, um in der Scheune von Jason Manieren eingeimpft zu bekommen. Dass einer von ihnen im Finale noch mal aus dem Kabuff gesprungen kommt, um kurz vor knapp dann endgültig tot spielen zu dürfen, belegt die flüchtige Effekthascherei, mit der Miner das Konzept zu Schund reitet.

Das Final Girl lässt sich kurz vor dem Abspann noch mit dem Boot treiben, damit beim in Anlehnung an Teil eins in Plagiatismus badenden Schlusspunkt die angefressene Mutter Voorhees die angefaulte Badenixe geben darf. Ein paar Einbildungen später, schließlich darf auch Jason noch mal ohne Maske am Fensterkreuz rütteln, ist der Spuk aber endgültig vorbei. Zumindest für diesen durch seine Beschlagnahmung unnötig verruchten Teil, der die ruppige Gewalt im Schongang durch die schnarchige Alibihandlung führt. Ohne Verbot wär der hier nur halb so interessant.


Autorwertung: 4.0 von 10 Punkten
Leserwertung: N/A von 10 Punkten

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