Menu Content/Inhalt

Hauptmenü

Home
Cd Reviews
Film Reviews
On Stage
Und sonst
Kontakt
- - - - - - -
- - - - - - -
- - - - - - -

Statistiken

Konzerttermine

Di Feb 09
Nothington - Leipzig - Zorro
Mi Feb 10
Nothington - Hamburg - Rote Flora
Mi Feb 10
The Crystal Caravan - Hamburg - Grüner Jäger
Do Feb 11
Nothington - Düsseldorf - AK 47
Fr Feb 12
Nothington - Kiel - Schaubude
Home Film Reviews Aktuelle Filme

The Gathering

Review von Christian, 02.09.03


CoverIrgendwo in der englischen Einöde unzähliger kleiner Ortschaften kommen eines Tages zwei Teenager ums Leben, denen auf der Suche nach einem kuscheligen Plätzchen im Freien ein plötzlich auftauchendes Erdloch zum Verhängnis wird. Dieses Loch gehört zu einer alten verschütteten Kirche, die ohne Zweifel ein düsteres Geheimnis hütet, welches der örtliche Pfarrer sowie der Kunstexperte Simon Kirkman (Stephen Dillane) lüften möchten. Dabei haben sie vor allem ein Relief von der Kreuzigung Jesu im Auge, dass anders alles bisher in dieser Richtung da gewesene erscheint, liegt hier doch das Hauptaugenmerk auf die Zuschauer des Spektakels und weniger auf der eigentlichen Hauptperson. Während dieser Geschehnisse hat auch die Frau des Kunstexperten Marion (Kerry Fox) ein einschneidendes Erlebnis, läuft ihr doch wie aus heiterem Himmel die junge amerikanische Touristin Cassie Grant (Christina Ricci) vors Auto. Im Krankenhaus können die Ärzte wider Erwarten keine ernsthaften Verletzungen an Cassie feststellen, einzig ihr Gedächnisverlust scheint eine Folge des Unfalls zu sein. Marion fühlt sich dennoch schuldig und nimmt Cassie bei sich auf, die sich fortan ein wenig um die beiden Kinder der Familie kümmert. Nach kurzer Zeit jedoch wird Cassie von seltsamen Visionen heimgesucht, in denen sie Personen sieht die eigentlich gar nicht existieren dürften und die den Personen auf dem Steinrelief der Kirche mehr als ähnlich sehen.

Schon länger hab ich keinen sogenannten Mystery-Thriller mehr vorgesetzt bekommen, ich hätte auch eigentlich gedacht das sich das Thema nach einigen guten und vielen schlechten „Sixth Sense“ Plagiaten oder „Nachfolgern“ eigentlich erledigt hätte, doch urplötzlich kommt die britisch-amerikanische Co-Produktion „The Gathering“ in die Kinos. Warum sich aber nach diversen Enttäuschungen und Belanglosigkeiten in den letzten Jahren noch „The Gathering“ antun lautete die Frage, auf die es nach einem Blick auf die Darstellerliste nur eine Antwort gab, einzig wegen Christina Ricci. Diese konnte eigentlich in jeder ihrer zahlreichen wie unterschiedlichen Rollen („The Opposite of Sex“, „Sleepy Hollow“, „The Adams Family“) begeistern und rettete mehrfach einen eher mittelprächtigen Film durch ihre überzeugende wie vor allem charismatische Darstellung, da sie sich nie in der Riege belangloser Hollywood-Schönheiten einreihen wollte und genau das Gegenteil vor und hinter der Kamera tat um dies tunlichst zu vermeiden. „The Gathering“ beginnt gar nicht mal so langsam und legt durch den Unfall der beiden Teenager sowie der Entdeckung der geheimnisvollen Kirche und dem Unfall Ricci´s gut los. Dabei ist die Atmosphäre angenehm düster geraten, wobei das typisch englisch verregnete Wetter sein übriges dazu tut. Nach und nach gibt dann Regisseur Brian Gilbert („Nicht ohne meine Tochter“) immer mehr Geheimnisse der verschütteten Kirche preis und kann dabei den Spannungsbogen gottlob zumindest halbwegs gespannt halten. Denn zum einen unterscheidet sich der „Spuk“ in „The Gathering“ zwar nicht grundsätzlich von ähnlichen Filmen des Genre, doch bietet er auch mal etwas Abwechslung und zudem trägt auch noch eine zweite Handlung maßgeblich zum zwar vohersehbaren aber nicht missglückten Ende bei. Es geht sicherlich primär um den religiösen Aspekt des gefunden Reliefs und dessen Figuren, nämlich den der Prozedur zuschauenden Schaulustigen, die den eigentlich unheimlichen Faktor des Films ausmachen sollen. Andererseits behandelt Gilbert auch das Thema des Kindesmissbrauchs und später Rache an seinen Peinigern anhand eines Bewohners der Ortschaft, was zum Schluß hin in einigen eigentlich untypischen Gewaltaktionen endet. Überdurchschnittlich gelungen ist an „The Gathering“ sicherlich nichts, dies fängt bei den Leistungen der Darsteller an (auch auf Frau Ricci trifft dies zu), geht über die Ausstattung weiter und endet bei der Dramaturgie, doch ist der Film auch keine peinliche wie langweilige Posse wie „Im Zeichen der Libelle“. Hier und da gibt es solide Effekte die nicht wirklich schocken, doch aufgrund der düsteren Atmosphäre der englischen Provinz ganz gut ins Bild passen. Alles in allem eigentlich an jeder Ecke „nur“ solide, doch dennoch irgendwie nicht ganz uninteressant. Und wenn man seinen Blick nur auf Christina Ricci lenkt.....


Autorwertung: 6.0 von 10 Punkten
Leserwertung: N/A von 10 Punkten

Only registered users may post a comment.

There are currently no user submitted comments.




powered by Simple Review