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The Score

Review von Thomas, 02.07.03


CoverRegisseur Frank Oz ("In & out", "Bowfingers grosse Nummer") ist seit vielen Jahren Garant für lockere Unterhaltungsfilmchen. Ein bißchen härter und ernster wollte es der Komödien-Spezi mit seinem kürzlich in Deutschland auf Video und Dvd erschienenen Einbruch-Thriller "The Score" angehen. Als Darsteller fungierten immerhin Hollywood-Grössen wie Robert DeNiro ("Taxi Driver", "Raging Bull", "Der Pate 2"), Edward Norton ("Fight Club", "American History X"), Angela Bassett ("Tina-What´s love got to do with it", "Strange Days") und die in den letzten Jahren zum "Hamburger-Klau" mutierte Ex-Schauspiel-Ikone Marlon Brando ("Meuterei auf der Bounty", "Der Pate"), der wahrscheinlich froh darüber war nach diversen Image-destruktiven Auftritten in gefilmtem Müll wie John Frankenheimers "Dr. Moreau"-Remake mal wieder in einem qualitativ ordentlichen Hollywood-Streifen mitwirken zu dürfen. In diesem will sich der alternde Safeknacker Nick Wells (DeNiro) nach Jahren krimineller Machenschaften zur wohlverdienten Ruhe setzen, wird dann aber von seinem langjährigen Freund und Auftraggeber Max (Brando) zu einem letzten Coup überredet. Zusammen mit dem hitzköpfigen Insider Jackie Teller (Norton) soll Nick ein wertvolles französisches Zepter aus dem Zollamt in Montreal entwenden. In jenem hat sich der junge Jackie bereits als Putzkraft eingeschleust und somit bereits wichtige logistische Vorarbeit geleistet. Doch die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen im Gebäude und das gegenseitige Mißtrauen der beiden Diebe lassen die Aktion allmählich aus dem Ruder gleiten. Frank Oz ist mit "The Score" ein solider, aber auch relativ spannungsarmer Thriller gelungen, den allein die hochkarätigen Darsteller vor dem Mittelmaß bewahren. Die gutdurchdachte Story bietet für Edward Norton zwar eine willkommene Basis sein Können unter Beweis zu stellen, lässt jedoch für das sichtlich unterforderte Schauspiel-Chamäleon Robert DeNiro kaum Platz Aktzente zu setzen. Rollmops Marlon Brando besticht allein durch seine Präsens und Angela Bassett hat in der Minirolle als DeNiros Freundin die Arschkarte der Erfüllerin der Frauenquote in Kinofilmen gezogen. Alles in allem zwei Stunden gepflegte Langeweile ohne große Höhepunkte und Überraschungen die unterstreichen, dass DeNiro im Winter seiner Karriere wie gehabt nicht mehr tun muss als nötig um sein Konto zu füllen.


Autorwertung: 5.0 von 10 Punkten
Leserwertung: N/A von 10 Punkten

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