Menu Content/Inhalt

Hauptmenü

Home
Cd Reviews
Film Reviews
On Stage
Und sonst
Kontakt
- - - - - - -
- - - - - - -
- - - - - - -

Statistiken

Konzerttermine

Wed May 22
The Story So Far - Hamburg - Hafenklang
Fri May 24
Coldburn / Born From Pain / All For Nothing - Magdeburg - Factory
Tue Jul 09
H2O - Lindau - Club Vaudeville
Home Cd Reviews Plattenkeller

AFI - Shut your Mouth and open your Eyes

Review von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst , 09.11.06


Cover„We are the Ones with the radiating eyes. We are the Ones who have a fire inside.”

Das Feuer loderte lange vor dem kommerziellen Durchbruch. Und auch wenn AFI das Strahlen ihrer Augen heute vornehmlich mit Kajal umspielen, bleibt die Band eine herausragende. Beim kollektiven Schminkgelage gerät bedauerlicherweise die Vorzeit in Vergessenheit, in der die Mannen um Stimmgewalt Davey Havok ganz dem Hardcore-Punk verschrieben waren. In dieser Phase, die mit „Black Sails in the Sunset“ eine Entwicklung abschloss, die verspielt rockigere Passagen erlaubte, veröffentlichten AFI drei Platten. Deren Spitze bildet „Shut your Mouth and open your Eyes“, 1997 als Nachfolger zu „Answer that and stay Fashionable” und „Very Proud of Ya“ präsentiert.

Wer AFI in dieser Periode kennen lernte, wird den alten Tagen nicht selten nachtrauern. So wichtig die Entfaltung der Kalifornier über die Jahre auch ist, intensiver Arsch als auf ihrem dritten Langspieler traten sie in Folge nicht wieder. „Shut your Mouth and open your Eyes“ legt ein nackenbrecherisches Tempo vor und speit satte 14 Tracks in weniger als 29 Minuten in den Äther. Vokal peitscht Havok die Songs nach vorn und schreit mitunter mehr, als das er singen würde. Die Texte, seit Anbeginn ihrer Karriere eine Stärke, sind vielschichtig und abseits typischer Topics des Hardcore behaftet. Musikalisch halten sich Punk und Hardcore die Waage. Ein Gemisch, das durch erfrischende Melodiösität praktisch an die Ohrmuscheln gefesselt wird.

Um eine Introduktion waren AFI bereits in dieser Schaffensperiode nicht verlegen, wenn auch weit weniger episch als auf späteren Werken. Statt dessen kesselt es von Beginn an, ohne Unterlass prasseln die Krachsalven wie flächendeckendes Bombardement aus den Instrumenten. Die Verlässlichkeit gröhlfreudiger Refrains reiht einen Hit an den nächsten und gestattet selbst beim großen Finale „Triple Zero“ keine Verschnaufpause. Live erklingen die Akkorde der Vergangenheit nur noch äußerst selten. Um so wichtiger ist, sie trotz millionenfach verkaufter Platten in der Gegenwart nicht zu vergessen. Denn manchmal, wenn auch nur manchmal, muss man sich eingestehen, dass früher doch einiges besser war.


weiterführender Link: www.afireinside.net

Autorwertung: 8.0 von 10 Punkten
Leserwertung: N/A von 10 Punkten

Only registered users may post a comment.

There are currently no user submitted comments.




powered by Simple Review