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Apollo 18

Review von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst , 27.02.12


Cover Bislang wurde die Welt in dem Glauben gelassen, das Apollo-Weltraumprogramm wäre nach 17 Missionen im Jahr 1972 beendet worden. Das Gegenteil beweisen unter Verschluss gehaltene Aufnahmen von NASA und US-Regierung. Mit diesen bereichert Produzent Timur Bekmambetov („Darkest Hour“) das Genre des Found Footage-Horrors und blickt zurück auf das Rennen der (einstigen) Supermächte um die Erforschung des Alls. Der Schauplatz ist dabei bereits ungewöhnlich genug, um auch diesem Beitrag zur Mystery-Mockumentary als Rechtfertigung zu dienen.

Denn die via verschiedener Kameras bezeugten unheimlichen Phänomene geschehen diesmal auf der Oberfläche des Mondes, genauer dessen südlichem Pol, wo der 18. Apollo-Einsatz unter Leitung von Nate Walker (Lloyd Owen, „Miss Potter“) einen Sender zur Überwachung der russischen Gegenseite installieren soll. Während er mit dem Astronauten Ben Anderson (Warren Christie, „Happy Town“) auf dem Erdtrabanten landet, kreist Kollege John Grey (Ryan Robbins, „Sanctuary“) im Mutterschiff in der Umlaufbahn des Planeten. Auf dessen Oberfläche geht natürlich bald Seltsames vonstatten.

Der Zuschauer ahnt es längst, wenn sich auf Bildern der Kameras für die Protagonisten unbemerkt Steine bewegen. Als Nate und Ben auf der Mondoberfläche eine russische Landungsfähre und bald darauf auch die Leiche des Piloten finden, beginnt sich das Grauen allmählich zu manifestieren. Auf dem Weg dorthin versucht Regisseur Gonzalo López-Gallego („King of the Hill“) aber vor allem die Entfernung zur Erde glaubhaft zu machen. Das gelingt von kleineren Makeln abgesehen – so bewegen sich die Astronauten auf der Mondoberfläche von der geringeren Gravitation weitgehend unberührt – weitgehend überzeugend.

Nach bemüht bedrohlichem Vorlauf mündet der Film aber letztlich in ein vorhersehbares, sparsam effektdosiertes Alien-Infernal, bei dem insektoide Kreaturen von den Körpern der Raumfahrer Besitz ergreifen wollen. In überschaubaren 80 Minuten wird dem pseudo-dokumentarischen Horror damit einzig der Schauplatz als Novum hinzugefügt. Der Rest vermittelt mehr oder weniger interessante Einblicke in den Astronauten-Alltag und Buggy-Fahrten durchs Studio-Mondsetting. Damit bietet „Apollo 18“ grundsoliden Sci-Fi-Mummenschanz in 70’s-Zeitkolorit, der durchaus stimmungsvoll die Zeit vertreibt. Eine eher erdgebundene Erwartungshaltung schadet aber sicher nicht.


Autorwertung: 6.0 von 10 Punkten

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