After Earth (USA 2013)

after-earth„Danger is real. Fear is a choice“ – Furchtlos: Cypher Raige

Wenn der Vater mit dem Sohne: Hollywood-Star Will Smith („I Am Legend“) kurbelt die Schauspielkarriere seines Sprösslings Jaden („Karate Kid“) mit einiger Vehemenz an. Für dessen Hauptrolle im Science-Fiction-Abenteuer „After Earth“ diente sich der „Men in Black“-Star als Story-Lieferant an und produzierte mit Ehefrau Jada Pinkett auch. Zudem flankiert er die Performance des Sohnes in einer begleitenden Hauptrolle. Bei so viel geballter Smith-Power ging fast unter, dass der Film von M. Night Shyamalan gedreht wurde. Doch ist der einst klangvolle Name des „Sixth Sense“-Machers nach Kapitalflops wie „Lady in the Water“ und „Die Legende von Aang“ längst kein Qualitätsmerkmal mehr.

Das unterstreicht der indische Filmemacher auch mit diesem von ihm mit-produzierten und co-verfassten Pseudo-Blockbuster, der seine Schauwerte an gesalbte Dialoge mit Esoterik-Touch (und unterschwelligem Scientology-Anklang) verschwendet. Für ihren drögen Zukunftsentwurf blicken Smith und Shyamalan in die ferne Zukunft. Nach der Zerstörung der Erde hat sich die Menschheit in den Weiten des Alls eine neue Heimat gesucht. Doch auch dort droht Gefahr. Fiese Aliens ließen die Ursa über sie kommen, scheußliche Monster, die Menschen anhand ihrer Furcht aufspüren und töten. Ihnen können allein Ranger wie Cypher Raige (Will Smith) beikommen. Sie kennen keine Angst und bleiben für die Bestien damit unsichtbar.

Cyphers Sohn Kitai (Jaden Smith), ein ehrgeiziger Teenager, will dem Vorbild des ebenso strengen wie gefühlskalten Vaters gerecht werden. Um dem Filius nahe zu sein, nimmt er ihn mit auf seine letzte Weltraummission vor dem geplanten Ruhestand. Mit an Bord ist auch ein für Trainingszwecke bestimmter Ursa. Als das Raumschiff in einen Asteroidensturm gerät und schwer beschädigt wird, bleibt nur die Notlandung auf der unter Quarantäne gestellten Erde. Den Absturz überleben nur Kitai und sein Vater. Doch Cypher ist verletzt, so dass sich der ängstliche Junge allein auf die gefahrvolle Reise zum 100 Kilometer entfernt niedergegangenen Heck des Schiffes begeben muss, um den verbliebenen Notsignalgeber zu finden. Doch lauert neben gefährlichen Tieren auch der Ursa in der unwirtlichen Wildnis.

Wo nur soll man beginnen bei dieser filmgewordenen Katastrophe? Bei den blassen Hauptdarstellern, die jeder für sich sowie gemeinsam mit Goldenen Himbeeren „prämiert“ wurden? Oder beim schlichtweg langweiligen Skript, das über mehr Ambition als Qualität verfügt und reichlich Pathos aufträgt? Es fehlt an Faszination und vor allem am Potenzial, bei Kitais Angstüberwindung mitzufiebern. Die Effekte sind gelungen, aber abseits der bemüht philosophischen Dialoge passiert einfach zu wenig. Von M. Night Shyamalan ist man solche Qualitätsarmut mittlerweile gewohnt. Aber angesichts der Performance von Will Smith, der in seiner emotionalen Entrücktheit hölzerner wirkt als jeder Erdenurwald, muss man sich um die Zukunft des ewigen Saubermannes wohl ernsthaft Sorgen machen. Vom emsig protegierten Sohn Jaden ganz zu schweigen.

Wertung: 3.0 Stars (3,0 / 10)

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