Abbruch – Aus dem Keller (2011, Puke Music)

abbruch-aus-dem-kellerTrotz ihres offensichtlich noch jungen Alters sind ABBRUCH aus dem Berliner Dunstkreis schon ein paar Jahre musikalisch aktiv. Fragen bezüglich ihrer stilistischen Ausprägung dürften sich angesichts ihres Namens kaum ergeben. Meint man zumindest. Denn natürlich gibt es einige in typischer Deutsch-Punk-Manier geholzte Nummern wie „Mitläufer“ oder „Kellerlied“ und diverse Songs rund um das Thema Alkohol, doch abseits der Klischees und Genregrenzen gibt es auch anderes zu hören. Dafür sorgen schon die drei Gastmusiker(innen), die mit Bläsern, Klavier und vor allem Geige immer wieder einen Blick über den eng gesteckten Tellerrand zulassen.

Grundsätzlich gibt es hier statt Rotz und nöligem Gesang viele Melodien und klarere Strukturen zu hören. Überbewerten sollte man dies jedoch nicht, da eine gehörige Portion Proberaum-Flair kaum zu leugnen ist. Als Manko ist der Gesang zu nennen, der einfach – gerade in den ruhigeren Momenten – sehr schräg klingt. Inhaltlich widmen sich ABBRUCH auch mal anderen Themen, wobei man nicht allzu viel Euphorie in die Texte legen sollte. Manchmal sind diese mehr als schlecht gereimt oder sehr einfacher Natur. Aber trotzdem, ein derart abwechslungsreiches Album bekommt man von einer Band dieser Richtung auch nicht so häufig vorgesetzt. Klavier und Geige sind eben keine üblichen Instrumente und dies muss man der Band schon zugute halten.

Wertung: 5.0 Stars (5,0 / 10)

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